Bergsteiger Wandertipp

In regelmäßigen Abständen finden Sie auf dieser Seite einen neuen, zur Jahreszeit passenden „Bergsteiger-Wandertipp“, der Sie und Ihre Familie bzw. Ihre Freunde motivieren soll, Ihre Freizeit in den Bergen zu verbringen.

Bitte achten Sie darauf, Berg-Touren genau zu planen und gut ausgerüstet (Kleidung, Schuhe, Stecken, etc.) zu starten. Achten Sie bitte auch immer auf die Wetterlage (www.wetter.at)!

Wichtiger Hinweis: Auf Grund der heftigen Stürme der letzten Monate und Jahre kann es auf den beschriebenen Wegen und Steigen zu nicht vorhersehbaren Behinderungen kommen. Bitte beachten Sie auch dementsprechende Hinweisschilder!

Die Firma Wiesbauer übernimmt für die Angaben bei sämtlichen Bergsteiger-Wandertipps keinerlei Haftung! Zusätzlich unseren Tourenbeschreibungen ist es ratsam, sich mit zusätzlicher Wander-Literatur (z.B. Rother Wanderführer) und genauem Kartenmaterial (z.B. von freytag & berndt, Kompass) auszustatten. Bei den am Ende der Wandertipps angefügten Pläne, die auch vergrößert werden können, handelt es sich um Skizzen (Liste der verwendeten Symbole), die bei der Orientierung helfen sollen, aber nicht maßstabgetreu sind.

Neben unserem aktuellen „Bergsteiger-Wandertipp“ empfehlen wir Ihnen auch den Wanderweg auf die Wiesbauer Spitze im Nationalpark Hohe Tauern in Osttirol.

Der aktuelle „Bergsteiger-Wandertipp“ und der „Wanderweg auf die Wiesbauer Spitze im Nationalpark Hohe Tauern in Osttirol“ sind gestaltet von:

Wannenkopf (Vorarlberg):

Oberhalb des jungen Lechs

Abb. 1

Abb. 1

Der Lech, der im Lechquellengebirge entspringt, zählt zu den wenigen naturbelassenen Flüssen der nördlichen Ostalpen. Der 264 km lange Fluss fließt durch Vorarlberg, Tirol und Bayern und mündet nahe Donauwörth in die Donau, wobei die Fließstrecke in Vorarlberg nur recht kurz ist. Der nachfolgende Wandertipp begleitet über wundervolles Almgebiet den noch jungen Fluss hoch oberhalb der bekannten Skiorte Lech und Warth, wo der Lech Vorarlberg verlässt. Bei dieser Tour, bei der Anfangs- (Gasthaus Bodenalpe nördlich von Lech) und Endpunkt (Warth) nicht identisch sind, kann die Strecke zwischen diesen beiden Punkten gut mit dem öffentlichen Bus zurückgelegt werden, der regelmäßig über die sehr schmale Bundesstraße B 198, die in den Wintermonaten gesperrt ist, verkehrt. Bei dieser Wanderung gibt es auch einen Gipfel zu besteigen: Blickt man allerdings von Norden auf Warth, dann wird unser Ziel, der Wannenkopf (1.941 m, Abb. 1), vom Warther Horn (2.256 m) und dem Karhorn (2.416 m) um einiges überragt.

Wir empfehlen, den eigenen PKW in Warth nahe der Abzweigung nach Lech zu parken, da man hierher vom Wannenkopf später nach Warth absteigt und sich hier auch eine Bushaltestelle befindet. Nach etwa 6 Minuten Busfahrt steigt man bei der Haltestelle Bodenalpe (1.435 m) aus, wo sich auch das gleichnamige Gasthaus (Abb. 2) befindet. Unser Steig führt Richtung Westen – noch umgeben von Wald – auf einer steilen Lichtung auf einem etwas lehmigen Wiesenpfad aufwärts. Nach ungefähr 10 Minuten wandert man bei einer ersten Hütte vorbei, weitere 10–15 Minuten später mündet unser Pfad in einen Güterweg (ca. 1.550 m). Bereits von hier hat man einen ersten tollen Rundblick auf die uns umgebende Bergwelt: Im Westen ragt vor uns der Mohnenfluh (2.542 m, Abb. 3) auf und im Norden das Karhorn. Im Osten und Süden erblicken wir die mächtigen Gipfel des Vorarlberger Arlberggebietes und des Lechquellengebirges. Und wir stehen mitten in einem prachtvollen Almgebiet!

Wir zweigen links auf den Güterweg ab, verlassen diesen aber etwa 5 Minuten später wieder und wechseln auf einen Pfad, der rechts den Güterweg verlässt. Was nun folgt, wird jeden Florafreund begeistern! Speziell im Frühsommer ist die nun vor uns in einem langgezogenen Linksbogen angenehm aufwärts führende Blumenwiese prachtvoll anzusehen. Wir nähern uns immer mehr dem Karhorn (Abb. 4) und stoßen nach etwa 10–15 Minuten wieder auf den Güterweg, in den wir rechts einbiegen. Im Süden nochmals eine großartige Aussicht nach Lech und die den Nobelskiort umgebende Bergwelt (Abb. 5) und im Norden erblicken wir nun erstmals Bürstegg (1.719 m, Abb. 6), das wir nach einer kurzen Gegensteigung, einer Steigabzweigung links zum Karhorn und einer kleinen Steigung nach insgesamt ca. 50-60 Minuten vom Ausgangspunkt erreichen. Man sollte hier nicht nur bei einem einfachen Speisen- und Getränkeangebot eine Rast einlegen, sondern auch die kleine Kapelle (Abb. 7) besuchen, in der sich eine außergewöhnliche Kanzel befindet. Außerdem sollte man sich genügend Zeit nehmen, um die tolle Aussicht zum Beispiel zur Mohnenfluh (Abb. 8) zu genießen.

Von Bürstegg geht es entlang der steilen Ostflanke des Karhorns über schöne Almböden (Abb. 9) weiter auf dem Güterweg Richtung Norden. Hier kann man auch dem einen oder anderen Murmeltier (Abb. 10) begegnen. Anfangs nur mäßig ansteigend, wird unser Weg nun etwas steiler und führt zuerst über eine kleine Steilstufe und in weiterer Folge über Serpentinen zu einer Hütte (ca. 1.850 m), die man nach etwa 30–35 Minuten von Bürstegg erreicht. Weit unter uns sieht man von hier den jungen Lech, im Nordosten den pyramidenförmigen Biberkopf (2.599 m, Abb. 11) und gegenüber im Osten unter anderem die Rappenspitze (2.472 m, Abb. 12). Entlang eines Steilhangs wandern wir im leichten Auf und Ab – unser Ziel, den Wannenkopf (Abb. 13), halbrechts vor uns – nun kurz Richtung Nordwesten. Nach einer kurzen Steigung kommen wir zu einer Weggabelung, bei der wir rechts abbiegen. Nach wenigen Schritten erreichen wir das nächste Highlight dieser Tour, den kleinen Wannensee (Abb. 14). Von diesem hat man Richtung Westen einen schönen Blick zum Großen Widderstein (2.533 m). In knapp 5–10 Minuten steigt man vom Wannensee hinauf zum Wannenkopf, einem Gipfel ohne Kreuz. Neben der schönen Aussicht Richtung Süden nach Lech ist besonders der Blick zum benachbarten Warther Horn und zum Karhorn (Abb. 15) hervorzuheben. Für den gesamten Aufstieg vom GH Bodenalpe, bei dem man etwas mehr als 500 Hm (Höhenmeter) bewältigt hat, benötigt man ca. 1¾–2,0 Stunden.

Der direkte Abstieg nach Warth, der vom Gipfelbereich Richtung Norden startet, ist teilweise sehr steil und erfordert Trittsicherheit und auch Schwindelfreiheit! Daher raten wir, zum Wannensee zurückzukehren und über den – auch recht steilen – Güterweg abzusteigen. Als weitere Alternative kann man vom Wannensee in etwa 15-20 Minuten zur Bergstation der Steffisalpbahn wandern und mit dem Sessellift nach Warth fahren. Wer sich für den Güterweg entscheidet, genießt immer wieder schöne Blicke zum nördlich vor uns stehenden Geißhorn (2.366 m). Bei zwei Weggabelungen im unteren Bereich des Abstiegs halten wir uns jeweils rechts. Bei einer weiteren Abzweigung bleiben wir auf dem  Rundweg und stoßen nach einer kleinen Gegensteigung – jetzt kurz auf einem breiteren Wiesenpfad – auf den direkten, sehr steilen Abstiegsweg vom Wannenkopf. Wir zweigen links ab und wandern über Wiesen auf einem Pfad und ein kurzes Stück auf einer Ortsstraße mit Blick zum Biberkopf hinunter nach Warth (Abb. 16), wo unsere schöne Tour endet. Egal, für welche Abstiegsvariante man sich entscheidet, für den rund 450 Hm-Abstieg braucht man kaum mehr als 45–60 Minuten.

Hm/Zeit

Vom GH Bodenalpe nördlich des Skiortes Lech über Bürstegg auf den Wannenkopf mit allen Gegensteigungen auf der gesamten Tour etwa 550 Hm in 1¾–2,0 Stunden (Aufstieg) und etwa 45–60 Minuten für den Abstieg nach Warth.

Zeitraum

April–November

Hinweise

Weder anstrengende noch lange und technisch größtenteils einfache Tour (nur der direkte Abstieg nach Warth erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit) auf gut markierten und nur selten etwas steileren Wegen und Wiesenpfaden.

Highlights

Fast ständig schöne Ausblicke in die umgebende Bergwelt; wunderschöne Almen und Bergblumenwiesen; der Wannensee; die Kapelle in Bürstegg, Wang-Hus;

Anfahrt

Auf der B 200 (Verbindung Dornbirn–Warth) bzw. auf der B 198 (Verbindung Reutte–Arlbergpassstraße) nach Warth bis zur Abzweigung nach Lech fahren, dort parken und mit dem öffentlichen Bus zum GH Bodenalpe fahren.

Einkehr

GH Bodenalpe, Bürstegg, GH in Warth

Jausentipp

Eine Semmel mit „Bergsteiger“ von Wiesbauer und ca. 2,5 l Flüssigkeit p.P.

Koordinaten Ausgangspunkt

Referenzsystem ETRS89
Geogr. Länge/Breite: 10°09'28''/47°13'40''
Rechtswert (UTM): 587665 m (Zone: 32 N)
Hochwert (UTM): 5231135 m (Zone: 32 N)

BEV-Plan

2219

Abb. 2

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Abb. 3

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Abb. 4

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Abb. 5

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Abb. 6

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Abb. 7

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Abb. 8

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Abb. 9

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Abb. 10

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Abb. 11

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Abb. 12

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Abb. 13

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Bei Klick auf den Plan öffnet sich der Plan
im PDF-Format als Druckversion.

Abb. 14

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Abb. 15

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Abb. 16

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